Bericht Einhand-Cup Silbersee 2025

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Bericht Einhand-Cup vom 15. bis 16. März 2025 am Silbersee

Der Bericht zur Kulturkeule war noch nicht ganz fertig, da stand bereits die erste Regatta der Saison auf dem Programm. Nach 7-jähriger Pause konnten wir am Silbersee endlich wieder die Seggerlinge zum 17. Einhand-Cup am Silbersee in der Pfalz einladen. Das Wetter ähnelte dem der eine Woche zuvor stattgefundenen Kulturkeule. Jedoch hatten Wind und Temperatur die Zahlen ausgetauscht. Die Temperaturen waren in den einstelligen, aber noch positiven, Bereich abgerutscht, dafür hatte der Wind deutlich in den zweistelligen Bereich in Knoten zugelegt. Nur der Sonnenschein war konstant geblieben. Der Wind hatte am Samstag 4-5 Beaufort, wobei auch Böen mit 6 Bft zu verzeichnen waren. Das war für die erste Regatta im Jahr natürlich eine Ansage. Die Vorhersage für Sonntag lag eine gute Windstärke unter der am Samstag herrschenden Windstärke.

Es hatten sich 8 Seggerlinge angemeldet und so hatten wir perfekte Bedingungen für die erste Ranglistenwertung der Saison. Jedoch, es sollte anders kommen. Werner Schlierike (GER 103) freute sich auf den Einsatz seines nagelneuen Segels, das Jörn Thöne (GER 181) mitgebracht hatte. Leider entpuppte sich beim Aufriggen eine nicht zu lösende Inkompatibilität des neuen Segels zum alten Mast. Das Segel ließ sich einfach nicht hochziehen. Jörn hatte noch einen zweiten Mast dabei, der aber nicht zur Beschlagausrüstung auf Werners Boot passte. Marc Engelhard (GER 480) riggte sein Boot zwar auf, aber empfand die gefühlte Temperatur deutlich unter seinem Wettfahrtmodus und beschloss die Heimreise anzutreten. Hartmut Prömper (GER 413) beschloss es gemütlich anzugehen und den leichteren Wind am Sonntag abzuwarten. Somit gingen am Samstag nur 5 Seggerlinge aufs Wasser. Jedoch kamen beim Start nur 4 Seggerlinge an. Michael Egghart (GER 397) hatte es bis ins Startgebiet geschafft, bevor ihn eine Bö ins Wasser beförderte. Bei der Kenterung blieb er unglücklich am Boot hängen und zog sich eine Zerrung zu, die für ihn das Segel Aus für das gesamte Wochenende bedeutete. Marc Werner (GER 166) war nicht glücklich über den vielen Wind, aber trotzte ihm tapfer mit seinem kleinen Segel und hielt 2 der 3 Wettfahrten am Samstag durch. Durch das kleine Segel konnte er seine Stärken nicht ausspielen und belegte in beiden Läufen den 4 Platz.

Dadurch war die Reihenfolge der restlichen Teilnehmer keine wirkliche Überraschung. Vorne lag mit dem üblichen Abstand Jörn, dahinter folgte Walter Fleschhutz (GER 2) und mit gebührendem Abstand der „ewige dritte“ Eberhard Niehaus (GER 209).

Parallel zu uns Seggerlingen waren 14 ILCA 7 (Laser Standard) gemeldet, die als erste Startgruppe vor uns Seggerlingen starteten. In dieser Startgruppe war die Anzahl der Badegäste deutlich höher als bei uns und die Helferboote hatten ordentlich zu tun. Trotz eines leistungsmäßig gut besetzten ILCA 7 Feldes hätte Jörn auch bei einer Gesamtwertung den ersten Platz der Gesamtregatta geholt. Das einzige Manko der Regatta war, dass wir auf Wunsch der ILCA-Klasse einen Up-And-Down-Kurs segeln mussten und uns das mit mehr Gleitspaß verbundene Dreieck verwehrt blieb. Die Rauschefahrt konnten wir nur beim Zieleinlauf mit Halbwind oder in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Läufen erleben.

 

Am Sonntag griff Hartmut bei 3-4 Bft ins Geschehen ein und so konnten wir wenigstens in einem Lauf 5 Seggerlinge werten und Eberhard konnte seinen „ewigen Dritten“ Platz im letzten Lauf an Hartmut übergeben. Für die Gesamtwertung machte es jedoch keinen Unterschied mehr und somit musstet Ihr nun zwei Berichte von mir ertragen. Ich kann Euch aber beruhigen: Es wird wohl so schnell nicht wieder vorkommen.

Ergebnis: 1. Jörn Thöne GER 181, 2. Walter Fleschhutz GER 2, 3. Eberhard Niehaus GER 209, 4. Marc Werner GER 166, 5. Hartmut Prömper 413, 6. Michael Egghart GER 397 – Werner Schlierike GER 103 – Marc Engelhardt GER 480

Herzliche Grüße aus der Pfalz
Eberhard Niehaus – GER 209

Fotos: Michael Eilers