Bericht vom 11. Einhand-Cup am Silbersee

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Bericht vom 11. Einhand-Cup am Silbersee

 

Schon im Vorfeld zeichnete sich ab, das es diesmal ein ganz besonderer Einhand-Cup werden würde. Die Meldungen schossen wie Pilze in die Höhe und so musste die Regattaleitung schon etwas auf die Bremse treten, damit noch etwas Platz zwischen den Booten auf dem See blieb. Es waren am Ende 64 Meldungen, wobei es 10 Seggerlinge, 13 OK-Jollen und über 40 Laser in den Klassen Standard, Radial und 4.7 mit jeweils über 10 Booten gab. So ein Startfeld hat der Silbersee wohl noch nie gesehen. Selbst die Senioren der Vereine konnten sich nicht an so ein großes Startfeld erinnern. Nach einer fast frühsommerlichen Woche mit viel Sonnenschein und wenig Wind, hatte Petrus ein Einsehen und uns etwas Wind vorbeschickt. Er hat es dabei doch etwas übertrieben und die Sturmwarnungen schreckten einige Segler doch ab. Es blieben aber immer noch über 60 Boote dabei. Der Wind wurde dann zwar nicht so stark wie vorhergesagt, aber die Böen hatten es schon in sich und die Laser haben massenweise die Badesaison eröffnet.

 

Allerdings blieben auch die Seggerlinge nicht von den Wetterkapriolen verschont. Zwei gemeldete Teilnehmer haben sich bereits vom Wetterbericht abschrecken lassen und sind nicht gekommen. Zwei weitere haben die Regatta schon vor dem ersten Start beendet, da der Wind doch zu stark für sie war. Es waren um die 4 Windstärken und in Böen wurde stellenweise 7 Beaufort erreicht. Wobei zusätzlich noch die Silbersee Winddreher die Lage erschwerten. Der angesagte Regen hörte schon am Morgen auf und so blieben wir zumindest an Land trocken. Wiederum zwei Seggerlinge haben den ersten Lauf nicht beenden können, da sie kenterten und bei dem einen die Kraft nachließ und bei Martin der Mast eine völlig neue Biegekurve beim Auftauchen zeigte. So blieben nur Jörn, Achim, Eberhard und Marc im Rennen und kämpften sich durch die Böen und den vollen See. Auch Eberhard hatte mit dem Wind zu kämpfen und konnte in einer Situation die Kenterung nur durch vollen Einsatz seines für eine Seggerling ausreichend bemessenen Körpergewichts in letzter Sekunde abwenden. Marc versuchte das fehlende Körpergewicht durch Wasserballast auszugleichen, aber er war mit dem Ergebnis nicht so zufrieden.

 

Am Sonntag hatte der Wind nur scheinbar nachgelassen. Kaum waren wir auf dem Wasser ging das Spiel vom Samstag wieder von vorne los. Martin hatte zwar von Achim einen Ersatzmast geliehen. Aber nach dem Achim kaum auf dem Wasser schon ins Gleiten kam, wollte Martin nicht noch eine weitere Mastbiegekurve erzeugen. Michael wagte sich auf den See und hielt tapfer den ersten Lauf durch. Den zweiten Lauf am Sonntag haben nur Jörn und Achim gesegelt, da Michael, Marc und Eberhard nach dem ersten Lauf genug Wind für das Wochenende hatten. Achim hat dann im zweiten Lauf auch den Versuch mit dem Wasserballast durchgeführt, aber das Kunststück vollbracht das Boot randvoll zu machen. Er brauchte einen ganzen Schenkel, um das Boot wieder auf Normalgewicht zu bringen. Nur Jörn zeigte sich wie gewohnt unbeeindruckt und fuhr wie üblich vorne weg. In der Endplatzierung haben alle die gleichen Plätze wie in den einzelnen Läufen, da der Zieleinlauf in genau dieser Reihenfolge bei jedem Lauf erfolgte.

 

Eberhard – GER 209

 

  1. Jörn Thöne (181), 2. Achim Rampp (381), 3. Eberhard Niehaus (209), 4. Marc Werner (166), 5. Michael Egghart (397/176), 6. Martin Kresser (53)