Rund um die GO 2019

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Bericht rund um die German Open 2019

Die German Open 2019 fanden nicht in Deutschland, sondern bei unseren österreichischen Seggerling-Freunden in Zell am See statt.
Da die Anreise für die meisten doch recht weit war, wurde der Aufenthalt verlängert und einige Tage vor und/oder hinter die GO gehängt, um die Berge und andere Attraktionen in der Region zu besichtigen.

Wir starteten am Samstag eine Woche vor den GO mit einem Zwischenhalt in Allersberg südlich von Nürnberg. Dort machte auch der Rest der Gronewolds einen Zwischenstopp, so dass wir schon der ersten vergnüglichen Abend in einer Pizzeria hatten.

Am Sonntag morgen war der Plan, schnell und gut nach Zell weiter zu kommen, leider machte ein Unfall auf der A8 einen Strich durch die Rechnung, so dass per Navi die Ausweichroute quer durch München gesucht werden musste.
Das Wetter begrüßte uns dann in den Bergen leider auch eher regnerisch. Angekommen wurden nur die Boote abgestellt und dann mit den bereits Anwesenden geklönt. Es gab eine Einweisung, wie die Strichliste für alles aus dem Clubheim zu führen ist. Wirklich toll, wie gut alles organisiert war – Getränke, Brezeln, Eis (der Renner) konnte jederzeit selbsttätig für den richtigen Strich in der Liste genommen werden.
Abgerechnet wurde am Sonntag nach den German Open. Gerüchte besagen, dass Volker der Eiskönig geworden ist.

Wir hatten ein tolles Appartment, 5 Minuten Fußweg vom Club mit Blick auf den See.

Am Montag wurden dann bei schönem Wetter die Boote aufgebaut und ein Probeschlag vorgenommen. Das war ein Vorgeschmack darauf, was windtechnisch so angesagt war für den Rest der Woche.
Abends wurden wir super lecker mit Spaghetti Bolognese bekocht. Sonderwünsche „ohne Zwiebeln“ wurden ebenso berücksichtigt, wie eine vegetarische Umsetzung. Die Kochcrew hatte eine professionelle Einweisung durch Toni bekommen. Zu dieser Profi-Hilfe später mehr.

Dienstag ging es dann das erste Mal so richtig in die Berge. Es stand ein 3000er auf dem Programm – das Kitzsteinhorn.
Wir machten einen Familienausflug mit allen Gronewolds plus den Bauers und Guido. Es ist immer wieder toll, dass sich für irgendwelche Ausflüge neue Gruppen bilden und jeder irgendwo mitkommt.
Insgesamt wurde die Strecke bis knapp unter dem Gipfel mit drei Seilbahnen überbrückt. Oben waren wir direkt an der Wolkenobergrenze, so dass wir teilweise Sonnenschein und gute Sicht hatte, teilweise aber vollkommen in den Wolken verschwunden waren. Die noch nicht so alten sind dann mit dem älteren Fotograf Frank noch die letzten 200 Höhenmeter zum Gipfel gekraxelt – Respekt.
Der Rest ist durch einen langen Tunnel zur anderen Seite des Berges gegangen. Auf der Seite war eine frei tragende Aussichtsplattform – leider lag diese etwas tiefer und damit komplett in den Wolken.
Auf dem Weg nach unten haben wir uns auf der nächsten Station bei herzhaften und süßen Gerichten gestärkt.
Alles in allem ein sehr schöner Ausflug.

Abends gab es gemeinsames Grillen auf dem Vereinsgelände. Wir durften den großen Gasgrill nutzen. Die Zuchinis kamen im Gegensatz zum Sonntag erst nach dem Fleisch auf den Grill.

Der Mittwoch wurde dann in jeder Hinsicht ein Highlight der kompletten Tage. Vormittags ging es zum Rafting mit der Familie. Wir bekamen schöne feuchte Neoprenanzüge und Helme und kurz vor dem Wassern eine Einweisung.
Wir hatten mit unserem Guide ein eigenes Schlauchboot. Auf dem ersten Abschnitt der Salzach wurde die Manöver geübt – solle Kraft voraus, links vor rechts zurück und andersrum, alle Mann ins Boot, usw.
Dann mussten wir auch schon wieder aussteigen und knapp 400m zu Fuß gehen, da eine Staustufe zu gefährlich war. Hier haben die Guides die Boote alleine rüber gebracht.
Danach ging es dann richtig los. Verschiedene Arten von Stromstellen wechselten sich mit ruhigeren Passagen ab. Unser Guide hatte Lust uns zu scheuchen und ließ das Boot auch mal kreiseln, in dem wir mit Speed gegen die Felsen fuhren.


Leider hatten wir dann in der Hauptstromstelle noch einen Unfall. Da die Dicken vorne sitzen sollten (also Dirk und ich) und das Boot zusammen gestaucht wurde, knallten wir beide nach hinten. Erik wurde von mir glimpflich weggecheckt, Ina riskierte dabei leider nicht nur eine dicke Lippe, sondern biss diese durch. Sobald es das Wasser zu ließ, hielten alle Boote an und eine Erstversorgung konnte vorgenommen werden. Für Ina war dann nur noch Mitfahren angesagt.
Nach der Stärkung dann für den Rest war Ina dann die dritte Person aus dem Seggerlingkreis, die Nadel und Faden im Krankenhaus von Zell verpasst bekam.
Vorher mussten schon Susi und Michael versorgt werden. Susi hatte versucht den Holzsteg vom Yachtclub abzubauen, Michael etwas zu schwungvoll seinen Trailer bedient.
Wir standen also kurz vor dem Mengenrabatt, was Nähmaterial anging.
Abends ging es dann auf die Hecherhütte oberhalb von Viehofen. Hier kocht Toni professionell und wir hatten die komplette Hütte abends für die Seggerlinge reserviert.
Da wir etwas früh waren, gab es die erste Runde Getränke draußen mit Blick ins Tal. Zum Essen wurde dann knuspriger Schweinebraten mit verschiedenen Knödeln und Kohl serviert – ein Träumchen.
Toni war mit seiner Kruste nicht ganz zufrieden. Wir haben uns alle gefragt, wie man so eine geniale Kruste hinbekommt, wenn in der Menge gekocht wird.
Nach dem Essen wurde etwas Platz freigeräumt und dann begann die Hüttengaudi. Unter Animation eines Engländers in Österreich tauten die meisten Segler auf und es war Partytime. Sei es bei Apres Ski Musik auf der Tanzfläche oder beim Hecherfeuer. Auf jeden Fall waren (fast) alle schwer begeistert, eine rundum gelungene Sache.

Am Donnerstag sind wir die Stauseen neben dem Kitzsteinhorn besichtigen gewesen. Wir hatten das Glück, dass die meisten Ausflüge in der Gästekarte mit enthalten waren. Mit dem Auto sind wir zum Basis Parkplatz gefahren. Von dort ging es in mehreren Etappen zum oberen Stausee am Moserboden, zweimal mit dem Bus durch enge Tunnel, dazwischen mit dem größten offenen Schrägaufzug in Europa die Lärchwand hoch.
Bei bestem Sonnenwetter gab es einen grandiosen Blick über die grün-türkisen Stauseen.

Am Abend gab es zum Abschluss des Trainingslagers noch ein gemeinschaftliches Pizza-Essen am Clubheim, wobei das Trainingslager weniger Training als Ausflüge in diesem Jahr beinhaltete, da kaum Wind zum Trainieren auf dem Zeller See war.

Von Freitag bis Sonntag fanden dann die GO 2019 statt. Hierzu gibt es den Bericht vom Drittplatzierten.

Am Montag ging es zum Abschluss bei tollem Wetter noch auf die Schmittenhöhe mit Wanderung zum Sonnkogel. Von dort sind wir mit Sessellift und Gondeln wieder ins Tal gefahren.
Von oben gab es einen fantastischen Blick auf Zell am See. Danach wurden die Schiffe fertig verpackt.
Abends gab es ein inoffizielles Abschiedsessen mit zwei großen Tischen auf der Terrasse des Seerestaurants vom Campingplatz. Schwerpunktmäßig gab es einen Nord- und einen Südtisch.

Am Dienstag wollten wir eigentlich auch noch die Wasserfälle von Krimml anschauen, allerdings waren die Schleusen von oben geöffnet, so dass wir direkt anch München gefahren sind und uns den Tierpark Hellabrunn (Dort bei sonnigem Wetter) angeschaut haben.
Am Mittwoch wurde dann noch München besichtigt. Vom Olympiaturm hatten wir morgens nochmals einen tollen Blick bis zu den Alpen.

Am Donnerstag traten auch wir dann die Heimreise an und waren spät abends wohlbehalten wieder zu Hause.

So sieht eine glückliche Bootsbesitzerin aus

Was war sonst noch?
Es gab noch viele weitere Ausflüge der anderen Seggerlinge, teilweise auch schon vor unserer Anreise und nach unserer Abreise.
Über die What’s App Gruppe wurde sich fleißig ausgetauscht und so konnte jeder mitbekommen, dass alle gut wieder nach Hause gekommen sind.
Wir sind mit einem Boot mehr zurück gekommen, damit Achim endlich wieder bauen kann. Als ich das jetzt hier schreibe, ist das neue Boot schon sehr weit vorangeschritten.
Das Wetter war meistens super – nur mit dem Wind hat das nicht ganz hingehauen.
Wir alle durften eine super Organisation mit toller Gastfreundschaft genießen – vielen Dank an Tina, Wolfgang und Krawallo.

POTZBLITZ kann ich da nur sagen!

Jan und Familie
GER 171, noch GER 103 und jetzt auch GER 460