Bericht zum IC-Pokal 2017

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IC-Pokal in Mardorf am Steinhuder Meer – eine spritzige Regatta

Der Name „IC-Pokal“ (IC=International Canoe) passte dieses Jahr nicht mehr so richtig – wir Seggerlinge waren mit 12 Startern die größte Klasse. Die ersten Segler trafen am Freitagnachmittag ein: Manfred, Eberhard, Lothar und Katja, Erik und ich. Später am Abend stießen noch die „Niederrheiner“ Claus und Rainer dazu. Durch den Termin direkt vor dem Trainingslager der German Open konnten viele die Anreise zum Scharmützelsee gut mit einem Zwischenstopp am Steinhuder Meer verbinden. Bei einem geselligen Freitagabend bei Bea von der Campingplatzgastro deuteten die Gespräche schon auf die zu erwartenden 5 Windstärken am nächsten Tag hin…

Am Sonnabendmorgen pfiff es schon ordentlich, sodass Werner sich nach einem Blick auf das Steinhuder Meer mit weißen Schaumkronen entschied, gleich nach Bad Saarow weiterzufahren. Auch Erik als Leichtgewicht strich die Segel, sodass von 14 Gemeldeten noch 12 mögliche Starter übrig blieben. Auch Klaus-Peter, Manfred und Hartmut entschieden sich nach Besichtigung der Regattabahn, lieber nicht zu starten.

Nach einer heftigen 1.Wettfahrt mit einigen Kenterungen und sensationellen Raum- Glitschen, blieben für Wettfahrt 2 und 3 nur noch 5 Unentwegte über: Julius, Lothar, Robert, Eberhard und ich. Jan fuhr nach der ersten Wettfahrt wegen chronischer Erschöpfung an Land, Claus hatte nach schnellem Beginn mit einer Kenterung nach Q- Wende aufgegeben. Auch Nele konnte nach 30 min Wasseraufenthalt ihren Seggerling nicht mehr aufrichten und beendete die Wettfahrt. Robert hatte noch Anpassungsprobleme an sein neues Boot GER 448, hielt aber – als zäher Kämpfer bekannt – trotz mehrfacher Kenterung durch.

Abends wurde bei Grillfleisch und dem einen oder anderen Bier über Halsen und Q- Wenden bei Starkwind gefachsimpelt. Besonders Julius – Spruch: „das war heute ja noch nicht Überdruck“- konnte noch einige Trimmtips geben und bescheinigte Rainer eine „abgefahrene Mastkurve“ durch seinen Verzicht auf Unterwanten.
Am Sonntag konnten wir dann dank der etwas weniger angesagten Windstärken tatsächlich alle 12 an den Start der letzten Wettfahrt bringen. Die Bedingungen waren jedoch genauso hart wie am Sonnabend, und es hielten fast alle trotz diverser Kenterungen durch. Besonders Nele in der Gewichtsklasse < 70 kg (10. Platz) und Manfred in der Klasse > 70 Jahre (9. Platz) zeigten Wettkampfhärte!
Vorne fuhr Julius unangefochten seinen 4. Sieg ein und Lothar konnte souverän den 2. Platz erringen. Der Spaß an den schnellen Raumgängen versöhnte ihn mit den überall empfundenen Schmerzen. Um den 3. Platz kämpften Claus und ich, wobei Claus am Ende die Nase vorn behielt und ich den 4. Platz erreichte. Dann folgten Eberhard (5. Platz) als guter Starkwindsegler und Jan (6.) sowie Robert (7.) und Hartmut (8.).
Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die Julius als Niedersachsenmeister abschließen konnte. Manfred wurde bei der Siegerehrung noch als unermüdlicher und rühriger Werber für diese Regatta geehrt.

Regattabericht von Dirk GER 349